The Skiff, Brighton

Webseite(n):
www.theskiff.org/
Ansprechperson:
Jonathan Markwell, Inuda Innovations Ltd.
Beteiligt:
ca.40
Typus:
Netzwerke
Branche:
Coworking
Rechtsform:
Sonstige
Ort:
Brighton, UK
Recherche:
2009
Durchführung:
Nina Pohler

Coworking-Space am Entstehungsort von „Second Life“

The Skiff, ein kleiner Coworking-Space mit insgesamt ca. 100 m2, befindet sich sehr zentral in Brighton / UK, direkt angrenzend an North Laine, dem (netteren) Camden Town von Brighton. InterviewpartnerInnen für dieses Fallbeispiel waren der Betreiber Jonathan Markwell und Ellen de Vries, eine Texterin, die hauptsächlich im Skiff arbeitet.

Die Räumlichkeiten von the Skiff waren vor Jahren die europäische Basis von Linden Lab, den Entwicklern von Second Life. Man betritt the Skiff durch eine pinke Tür und befindet sich sofort im großen, offenen, zentralen  Arbeitsraum, der ebenerdig ist und große, straßenseitige Fenster hat. Da the Skiff sich in einer kleinen Nebengasse und außerdem nah an einer von Fußgängern dominierten Gegend (North Laine) befindet, gibt es trotz straßenseitiger, ebenerdi-ger Lage keinen störenden Straßenlärm. Am Ende des Raumes gibt es eine kleine, separate  Küche und ein kleines Ess- bzw. Besprechungszimmer. The Skiff hat außerdem einen Keller, der zu einem Workshop-Raum umgebaut wurde und von den Mitgliedern auch genutzt wird, wenn sie ein längeres Telefonat haben.

Geschichte, Motivation des Gründers

Skiff-Gründer Jonathan Markwel hat ursprünglich für sein Unternehmen Inuda ein Büro gesucht. Die Räumlichkeiten kannte er, da er Menschen von Linden Lab durch das Netzwerk in Brighton kannte. Es gab noch andere kleine Unternehmen, die ursprünglich das Büro teilen wollten. Als diese dann absprangen, fanden sich Freelancer, die mitkommen wollten.

Jonathan realisierte, dass das zukünftige Büro eine Art co-working space werden würde und begann im Internet zu dem Thema zu recherchieren. Die Philosophie von Citizen Space in San Francisco beeindruckte ihn besonders.  Jonathan hat dann mehr oder weniger den Inhalt der Webseite von Citizen Space kopiert und für die Webseite von the Skiff übernommen. Er plant aber, demnächst den Inhalt etwas zu verändern, da sich the Skiff in der Zwischenzeit auf seine eigene Art und Weise weiterentwickelt hat. Dadurch, dass Jonathan die Philosophie und das Konzept von Citizen Space übernehmen konnte, hatte er eine einfache und sehr schnelle Möglichkeit, einen co-working space zu starten.

Jonathan und seine co-worker waren außerdem schon vorher mit den Menschen von The Werks , einem älteren co-working space in Brighton, befreundet bzw. auch Teil der Werks-Community. Darüber hinaus engagierte sich Jonathan schon lange in der sehr aktiven „digital community“ in Brighton : 

„I’ve been very into doing all sort of collaborative things and create the opportunities to get people together and have interesting conversations.“

Er ist Mitorganisator von Open Coffee Sussex  und hat auch bei den bisher drei abgehaltenen BarCamps in Brighton  mitgewirkt. BarCamps waren in San Francisco auch der Ausgangspunkt für Citizen Space. Für Jonathan ist das wichtige an Open Coffee, BarCamps und co-working der Austausch mit interessanten Menschen und…

„[…] that I like things to be as unstructured as possible. [...] I always wanted to get lots of interesting people together, that we could work on interesting projects with. So having a co-working space seemed to fit with that.”

Seitdem er the Skiff leitet, ist seine Einstellung zu co-working noch positiver geworden:

„[…] cause I have had some experiences of co-working myself and I found it not as much as great as I thought it would be at other places and I guess I have a different perspective now that I’m running this place. […] Other places, they have seemed to have, there’s a lot more noise and it seems a lot more office-like.”

Jonathan hat es zwar nicht direkt angesprochen, ich gehe aber davon aus, dass er hier vor allem von the Werks spricht. Ellen, die zweite Befragte in diesem Fall, hat the Werks sehr ähnlich beschrieben, und ich würde es, nachdem ich dort war, auch sehr ähnlich beschreiben. Jonathan denkt, dass die Größe und die Raumaufteilung von the Skiff ideal für co-working sind und ein entscheidender Faktor, wieso co-working in the Skiff besonders angenehm ist.

Organisation / Leistungen / Mitglieder

Jonathan leitet the Skiff, und da die Gruppe so klein ist (Mitte 2009 ca. 10 Personen), ist nicht viel Organisation notwendig. Die Events, die in den Räumlichkeiten von the Skiff gehostet werden, werden durch das Netzwerk in Brighton angeregt, d.h. weder ausschließlich von Jonathan noch ausschließlich von den Mitgliedern von the Skiff veranstaltet.

The Skiff bietet Menschen, die co-working möchten, vier Möglichkeiten:
- Drop-ins: Personen können einfach kommen und sich an einen freien Platz setzen. Drop-ins sind gratis.
- Mates: Etwa 10 Stunden pro Monat, 20 Pfund/Monat.
- Coworking Lite: entspricht etwa Teilzeit, die Stundenanzahl ist allerdings nicht genau geregelt. Coworking Lite Mitglieder haben einen Schlüssel, im Unterschied zu den Monthly Residents aber keinen eigenen Tisch, 150 Pfund/Monat.
- Monthly Resident: entspricht Vollzeit; monthly resident Mitglieder haben einen Schlüssel und einen eigenen Tisch, 250 Pfund/Monat.

The Skiff hat fünf Monthly Residents und vier Coworking Lite Mitglieder. Jonathan möchte nicht mehr als 6 Monthly Residents haben, da mit 6 Vollzeit-Mitgliedern 50% der Tische besetzt sind und die restlichen für Teilzeit-Mitglieder und Mates frei bleiben müssen, um the Skiff zu einem „echten“ co-working space zu machen. 

Mitte 2009 gibt es 30 Mates, wobei 15 davon erst vor kurzem dazugekommen sind. Die neuen Mates gehören alle zu einem befreundeten Unternehmen, das alle zwei Wochen den Workshop Raum von the Skiff für Team-Meetings verwendet. Jonathan erzählte, dass vom Unternehmen für alle MitarbeiterInnen die Mitgliedschaft gezahlt wird, da dort das Bedürfnis entstand, nicht nur einen Raum zu mieten, sondern zur „extended community“ zu gehören.

The Skiff bietet Internet, eine Küche mit Tee und Kaffee gratis, Fax, Drucker, Scanner. Der Workshop Raum kann von Mitgliedern gratis reserviert und benutzt werden, wenn er frei ist. Außerdem hat the Skiff eine Webcam, so können Mitglieder nachsehen, ob Platz frei ist und wer da ist, bevor sie kommen. 

Zusätzliche Services für Mitglieder werden eigentlich nicht angeboten. Andererseits passieren im Skiff oft Events, die die Interessensgebiete der Mitglieder ansprechen, z.B. zum Beispiel Mobile Camp Brighton  oder Brighton Robotics Hack Nights.

Struktur und Motivation der Mitglieder

Jonathan sagte “Rekrutierungspraxis” des Skiff: „Most of the people we’ve got involved with, we’ve already known directly from some other activities or as a friend of a friend.“ Jonathan hat mir eine E-Mail Konversation weitergeleitet, in der er alle Mitglieder gebeten hat, sich vorzustellen. Es haben nicht alle geantwortet, unter den Menschen die geantwortet haben, sind:

8 Programmierer/Web- und/oder Softwareentwickler, männlich
1 Webdesigner, männlich
3 CopywriterInnen, davon zwei weiblich
2 Projektmanager, männlich
1 „life-coach“, männlich

Ein Großteil der Mitglieder von the Skiff arbeiten also alle im Nahbereich der neuen Medien – und sind außerdem überwiegend Männer. Insofern mag das einzige Interview mit einem Skiff-Mitglied – mit Ellen, einer 30 Jahre alten Texterin, die sehr viel für Webseiten schreibt – nicht ganz repräsentativ sein. Dieses Interview hat aber den Vorteil, dass Ellen auch andere cowor-king spaces kennt und deshalb Vergleiche machen kann. 

Ellen ist Vollzeit-Mitglied, seitdem es the Skiff gibt. Davor hat sie zu Hause gearbeitet und findet, dass sie jetzt Arbeits- und Privatleben besser voneinander trennen kann. Sie erledigt fast ihre gesamte Arbeit in the Skiff, nur wenn sie früh am Vormittag eine Abgabe hat, bleibt sie nach dem Aufstehen zu Hause und kommt dann im Verlauf des Tages ins Skiff.

Ellen hatte durch the Werks schon vor ihrer Mitgliedschaft bei the Skiff Erfahrung mit co-working. The Werks ist für sie noch immer ein sehr inspirierender Platz und sie fühlt sich in Brightons „New Media Community“ sehr wohl:

„I quite like the whole community in Brighton, there’s a really strong network of people that regularly either work together or do workshops together or go to the pub together and they are all related to the new media industry and I think the Werks kind of brought a lot of this people together, I got a lot of clients after spending time there.“ (Ellen)

The Werks hatte für sie aber auch Nachteile: “Everytime I got there it‘s almost like a social event”. Während Ellen in the Werks Probleme damit hatte, sich auf ihre Arbeit zu konzentrie-ren, funktioniert das im Skiff “even though its co-working”. An the Werks stört Ellen außerdem, dass es größer ist und sich mehr wie ein Büro anfühlt. The Werks hat eine Rezeption, drei Stockwerke und die Räume sind nicht offen und überschaubar, sondern sehr fragmentiert. In zwei Stöcken gibt es neben den normalen Tischen noch einen großen, runden Tisch für co-working. Dadurch wirkt the Werks gleichzeitig unübersichtlich und nicht unbedingt einladend.

An the Skiff hat sie noch nie gestört, dass es klein ist. Sie erzählt aber, dass sie gerade eine neue Telefon-Regel eingeführt haben. Wenn eine Person zu lange telefoniert, ohne in den Workshop-Raum zu gehen, wird sie mit Bällen beworfen. 

Ellen beschreibt die Beziehung zwischen Vollzeit/Teillzeit-Mitgliedern und Mates als recht harmonisch. Die meisten Menschen, die hereinkommen, hat sie sowieso schon einmal gesehen oder ist mit ihnen über Twitter verbunden. Wenn doch einmal eine Person kommt, die wirklich neu ist, wird sie gleich mit Fragen bestürmt und in die Gruppe integriert. Ellen findet es gut, dass sie regelmäßig mit Menschen sprechen kann, zu denen sie sonst keine Beziehung hätte. Sie erzählt, dass sie gestern ein Problem mit einer Software hatte und darüber mit einem co-worker sprach. Der konnte ihr zwar nicht helfen, aber einer von den „part-time guys“ hatte ihre Konversation mitgehört und wusste eine Lösung für ihr Problem.

Ellen hätte gerne noch mehr soziale Events, allerdings dann auch wieder nicht zu oft, um nicht das Gefühl zu bekommen, ständig da sein zu müssen. In der E-Mail Konversation, die Jonathan mir weitergeleitet hat, wünschen sich übrigens vier Menschen explizit Events oder Diskussions-runden zu bestimmten Themen. 

Ellen arbeitet manchmal mit anderen Skiff Mitgliedern an Projekten. Zum Beispiel mit einer anderen Texterin oder einem der Teilzeit-Mitglieder, der sich viel mit Corporate Identity beschäftigt. Auf die Frage, was ihrer Meinung nach die Hauptmotive für co-working sind, erwähnt sie als erstes die Vorteile, wenn man nicht mehr zu Hause arbeiten muss und einen Platz hat, an dem man KundInnen treffen kann. The Skiff ist ein guter Platz für KundInnenbe-suche, da alles sehr hübsch aussieht und ihre KundInnen immer sehr interessiert an the Skiff sind und mehr über co-working erfahren wollen. Mehr Kundenkontakte sind aber nicht ihre Hauptmotivation für co-working, allerdings kann sie sich vorstellen, dass Menschen, die immer nur zu Hause sitzen, zu einem co-working space gehen, um mehr KundInnen zu bekommen. Als sie anfing, zu the Werks zu gehen, waren die Gründe bei ihr eine Kombination aus dem Bedürfnis nach sozialen Kontakten und Geschäftskontakten. Sie denkt, dass um co-working spaces herum automatisch Events mit der Möglichkeit zum Networking entstehen.

Ellen stellt sich dann kurz die Frage, ob die „geeks“ in Brighton nicht zuviel Zeit mit dem Networking verbringen. Sie sei in diesbezüglich eher eine Außenseiterin, da sie Texterin und keine Programmiererin ist, allerdings arbeitet sie viel für Webseiten. Sie möchte auf jeden Fall auch in Zukunft weiter in einem co-working space arbeiten. Ellen findet es sehr vorteilhaft, mit Menschen aus anderen Branchen zusammen an einem Platz zu arbeiten.

„I think it is healthy to work with other people from different industries. I think I would be a bit isolated working in an office with six people who all do the same thing [..] I think a lot is about collaboration and a really good collaboration is when you’re working with someone who doesn’t really know what it is that you do and than you can find out what the other person does and then you can sort of cross-learn.” (Ellen)

Sollte Ellen in Zukunft MitarbeiterInnen anstellen und ihr Unternehmen zu groß für the Skiff werden, würde sie versuchen, einen etwas zu großen Raum zu mieten und einen neuen co-working space aufzumachen.

Interne Kommunikation

Die Kommunikation zwischen den Mitgliedern entsteht sehr natürlich und unproblematisch, da die Kerngruppe nicht sehr groß ist und die meisten sich ohnehin durch das Netzwerk in Brighton kennen. Die Webcam, auf der man sehen kann, wer gerade da ist, wurde in der eMail Konversation, die Jonathan mir weitergeleitet hat, von zwei Mitgliedern vorgeschlagen und inzwischen umgesetzt. 

Die Telefonregel, dass Menschen, die zu lange telefonieren, ohne den Raum zu verlassen, mit einem Ball beworfen werden, ist für mich ein Anzeichen dafür, dass es Situationen gibt, in denen nicht alles auf einer rein persönlichen Ebene geregelt werden kann. Die Beziehungen und die damit verbundenen Rechte (‚darf ich dir sagen, dass mich dein Telefonat stört?‘) innerhalb der Gruppe sind so unterschiedlich, dass es zumindest ein paar Spielregeln für den gemeinsa-men Umgang geben muss.

Externe Kommunikation

Die offizielle externe „Unternehmens-Kommunikation“ ist nicht so konsistent, wie sie sein sollte, was wahrscheinlich damit zu tun hat, dass Jonathan Markwel alleine für die externe Kommunikation zuständig ist und the Skiff neben seiner eigentlichen Arbeit betreibt. Auf der Webseite von the Skiff stehen teilweise noch veraltete Informationen, sie ist etwas unübersicht-lich und wirkt zusammengestückelt.

Die faktischen, informellen Verbindungen zu anderen Netzwerken (the Werks, BarCamp, Sussex Innovation Center , Brighton Robotics, Sussex Open Coffee, Five Pound App ) in Brighton sind allerdings sehr eng. The Skiff wirkt hier unterstützend für ein großes Netzwerk, das zu vielen Kooperationen zwischen Menschen aus dem Bereich der neuen Medien in Brighton führt.

Zukunftspläne

Betreffend zusätzlicher Services, die the Skiff für seine Mitglieder anbieten könnte, meint Jonathan, dass juristische und finanzielle Beratung und Buchhaltung Services wären, die wohl alle, also branchenunabhängig, brauchen und dass der Kontakt zu Juristen oder Buchhalten besteht, die Workshops oder Vorträge halten könnten. Allerdings würde er so etwas nur organisieren, wenn die Anregung dafür von den Mitgliedern kommt. An die Möglichkeit der Anwendung von „collective purchasing power“ hat er anscheinend noch nicht gedacht, obwohl das gerade hier (es gibt keine JuristInnen oder BuchhalterInnen unter den Mitgliedern) sinnvoll sein könnte – allerdings ist die Mitgliedergruppe sehr klein.

Jonathan möchte the Skiff in Zukunft so weit bringen, dass das Projekt finanziell abgesichert ist und dafür vor allem die Anzahl der Mates erhöhen, zum Beispiel durch weitere Kooperationen mit lokalen Unternehmen. Er möchte nicht, dass the Skiff größer wird oder gar umzieht, er ist der Meinung, dass 10 Arbeitsplätze ideal sind. Jonathan gefällt die Arbeitsweise, die the Skiff ermöglicht, so gut, dass es nicht mehr unbedingt ein Ziel von ihm ist, sein Unternehmen größer zu machen:

„But actually as it happened I’m getting more and more comfortable with the idea of staying quite a small company and being surrounded by lots of other small companies. So if for whatever reason our company did grow big, I think that the Skiff has become something that’s more significant, the last thing I want to do is destroying the atmosphere here by growing our company inside of it. So we would probably hate to move somewhere else if that would happen.” (Jonathan)

Fazit

The Skiff ist innerhalb eines existierenden dichten Netzwerkes heraus entstanden, weshalb es, was karrierefördernde Netzwerkeffekte angeht, nicht störend ist, dass es ein lediglich kleiner co-working space ist. Wenn man Mitglied bei Skiff wird und es nicht schon vorher war, wird man automatisch auch Mitglied der „digital community“ in und um Brighton. The Skiff bietet eine angenehmere Arbeitsatmosphäre als das größere Vergleichsprojekt in Brighton (The Werks), da es eben kleiner ist, einen offenen zentralen Raum hat und alle Beteiligten im Skiff Freelancer oder Mikro-Unternehmen sind. Dagegen bietet the Werks vor allem Büros an, und nur zusätzlich dazu nicht besonders gut platzierte Tische für co-worker.

Für Selbstständige in Brighton ist the Skiff sicher ein idealer co-working space, weil hier die Vorteile eines eher kleinen Gemeinschaftsbüros mit den Vorteilen von co-working und einem großen Netzwerk kombiniert sind. Die Räumlichkeiten sind ideal für co-working – d.h. ein zentraler und offener Raum, und zusätzlich Küche, Besprechungszimmer und ein Raum für Workshops und Veranstaltungen.

Die Mitglieder arbeiten allerdings fast ausschließlich in derselben Branche, was mit der überwiegend technischen Ausrichtung der Community in Brighton zu tun hat, aber nicht unbedingt ideal ist. Wie auch Ellen erwähnt (die, da sie Texterin ist, eine andere Stellung als die meisten anderen Mitglieder hat), sei es „gesund“, Kontakt zu Menschen aus anderen Branchen zu haben. Andererseits ist es natürlich so, dass co-working, besonders dann, wenn es mit einem „hot-desking“-Prinzip verbunden wird, ohnehin nur für bestimmte Berufe möglich ist, nämlich für „Internet-Menschen“, die nur einen Laptop und WiFi zum Arbeiten brauchen. Doch schon branchennahe Grafiker brauchen vielleicht Platz, um Arbeitsgeräte und Skizzen zu verstauen, werden also mit einem „flexiblen Arbeitsplatz“ ohne Möglichkeit, Dinge aufzubewahren, nicht wirklich zufrieden sein.

Die Strategie, sich mit lokalen Unternehmen zu vernetzen und diese zu „Mates“ zu machen, dürfte gut gelingen. Vielleicht würde the Skiff mehr Geld einnehmen, wenn es noch eine weitere Abstufung zwischen Mate und Coworking Lite als Möglichkeit für eine Mitgliedschaft geben würde.

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