KollWi sammelt Geschichten aus der Kreativwirtschaft. 100 Selbstständige vermitteln Erfahrungen und erzählen Geheimnisse aus ihrem Arbeitsalltag.

Willkür bei der Fördervergabe

Aufgrund der Abhängigkeit der österreichischen Filmherstellung von öffentlichen Geldgebern kann es zu Situationen kommen, in denen Förderentscheidungen stark von einzelnen Personen abhängig sind. Ressentiments gegenüber oder Konflikte mit antragstellenden Personen oder deren Arbeitsweise können also maßgeblichen Einfluss auf die Finanzierung eines Filmes haben. Die autoritäre Vorgehensweise Einzelner scheint hier ebenso eine Rolle zu spielen, wie – gerade für „Neulinge“ in der Filmproduktion – die hohen Abgaben und geringen privatwirtschaftlichen Finanzierungsmöglichkeiten. Eine Produzentin erzählt in dem folgenden Interviewausschnitt über Ihre Erfahrungen und Konflikte mit der Fördervergabe bei von ihr produzierten Filmen und beschreibt einen lang andauernden persönlichen Konflikt mit einem Entscheidungsträger einer wichtigen Förderstelle als äußerst belastend.

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Penible Planung als Credo, denn: „Drei Viertel der Architekturbüros funktionieren nicht“

Betriebswirtschaftliche Ausbildungen haben in künstlerischen Berufen meist eine nachrangige Priorität. Für Selbständige kann dieser Mangel vor allem in der unternehmerischen Planung, beispielsweise der Auslastungssicherung, zutage treten. Während in Kreativindustrien größere Aufträge oft am Anfang der Selbstständigkeit stehen, hat ein Architekt mit einem Unternehmen, das mittlerweile acht MitarbeiterInnen beschäftigt, eine andere Richtung eingeschlagen. Als besonders wichtig, um mit der Entscheidung, sich selbständig zu machen, eine sichere Auftragslage und damit ein kontinuierliche Einkommen zu erlangen, sah er seit Beginn eine genaue Planung an. Außerdem sei eine bestimmte Mindestgröße des Unternehmens notwendig. Vor allem kompetente MitarbeiterInnen für die unterschiedlichen Aufgabengebiete zu haben, ist ihm zufolge entscheidend. Die Sinnhaftigkeit von Klein- und Kleinstbetrieben in der Architektur bezweifelt der Interviewpartner; diese sind ihm zufolge auf längere Sicht nicht „tragbar“.

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Göttin des Glücks, Wien

Fair-Trade-Modelabel, von der Idee bis zur Umsetzung

In der folgenden Falldarstellung wird das Wiener Mode-Label „Göttin des Glücks“ beschrieben, das von vier DesignerInnen betrieben wird. Unter dem Motto „DANKE MIR GEHT’S GUT“ produziert das Label „Wohlfühlmode“ aus nachhaltig hergestellten Stoffen. 2008 erhielt GDG den ECO TREND AWARD, 2010 gewann es den Trigos Award in der Kategorie „Markt“ für Unternehmen mit sozialer Verantwortung.

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